Im Jahr 2025 haben die E-Handwerksbetriebe erneut mehr Auszubildende als im Vorjahr beschäftigt. Jeder fünfte „Neue“ hat einen höheren Schulabschluss. Auch der Frauenanteil steigt. Die Gesamtzahl der E-Zubis liegt auf dem höchsten Stand seit 1997.
Gemäß den offiziellen Zahlen von Handwerk BW waren in den E-Handwerksberufen zum Stichtag 31.12.2025 exakt 5.831 Auszubildende beschäftigt. Der Wert stellt eine Verbesserung von rund 2,7% gegenüber dem Vorjahr und das beste Ergebnis seit dem Jahr 1997 dar.
Anerkennung der Ausbildungsleistung
Würde man noch jene Azubis dazu rechnen, die im E-Handwerksbetrieb einen anderen Ausbildungsberuf außerhalb der E-Zubis erlernen, läge die Zahl sogar noch höher. Allen Ausbildungspartnern (Betriebe, Überbetriebliche Ausbildung, Berufsschule), die sich den Anforderungen einer gelingenden Berufsausbildung als Mittel zur Fachkräftesicherung annehmen, gilt der Dank und die Anerkennung der e-handwerklichen Fachorganisation.
Attraktive E-Handwerksberufe
Bei den neuen Ausbildungsverträgen in den E-Handwerken ist ein kleines Minus von 17 E-Zubis (0,8%) zu verzeichnen. Von den 2.083 neuen Ausbildungsverträgen entfallen 1.933 (92%) auf den Elektroniker der Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik. Die verbleibenden 150 Neuverträge verteilen sich gemäß der untenstehenden Tabelle auf die weiteren vier Ausbildungsberufe der E-Handwerke.
Verschiedene Einstiege
In der Ausbildungsstatistik erfasst sind sowohl die neuen E-Zubis ab dem ersten als auch dem zweiten Ausbildungsjahr. Im zweiten Fall sind sie entweder direkt in das zweite Ausbildungsjahr eingestiegen (bspw. mit höherem Schulabschluss) oder haben zuvor eine Einjährige Berufsfachschule für Elektrotechnik (1BFE) besucht.
Höhere Schulabschlüsse
Fast jede:r fünfte neue E-Zubi (19%) konnte einen höheren Schulabschluss (Fachhochschulreife oder Abitur) vorweisen. Über einen mittleren Bildungsabschluss (Realschule) verfügten rund die Hälfte (53%) und über einen Hauptschulabschluss 24% der E-Zubis. Die verbleibenden 4% hatten entweder keinen oder einen im Ausland erworbenen Schulabschluss, der im hiesigen Schulsystem nicht zuordenbar war.
1BFE-Schüler nicht eingerechnet
Die Berufsfachschüler selbst (Jahrgang 2025/2026) sind in der Statistik dagegen nicht erfasst. Sie sind im rechtlichen Sinne keine Auszubildenden, sondern Schüler:innen. Daher ermittelt das baden-württembergische Ministerium für Kultus, Jugend und Sport und nicht Handwerk BW die entsprechenden Zahlen.
Frauengerechtere Ausbildung
Von den 5.831 E-Zubis im Land waren knapp 200 (3,4%) junge Frauen. Bei den Neuverträgen im Jahr 2025 sind es bereits 3,9%. An diese erfreuliche Entwicklung können die Ausbildungsbetriebe anknüpfen, indem sie eine frauengerechtere Ausbildung anbieten und aktiv um weibliche E-Zubis werben. Der Anteil an Auszubildenden mit ausländischem Pass lag geschlechterübergreifend bei rund 19 % (Vorjahr; 17,5%).
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